Nienburger Streiflichter

1025  

Erste urkundliche Erwähnung. Domherr Milo von Minden übergibt seinen Nienburger Besitz der Mindener Kirche.


Um 1200  

Nienburg tritt als Stadt und Burg der Hoyaer Grafen in das Rampenlicht der Geschichte


1346  

Teilung der Grafschaft Hoya in eine obere und niedere Herrschaft. Nienburg wird Sitz der oberen Grafschaft.


1346 – 91  

Die Grafen Johann I. und Erich II. verleihen den Bürgern Privilegien (Tuchmacher, Wollweber, Schneidergilde, Knochenhaueramt, Schulamt).


1441  

Einweihung der Kirche St. Martin


1503-20  

Wiedervereinigung der beiden Grafschaftsteile unter Jobst I.


1525  

Reformation. Der Geistliche Adrian Burschot aus Antwerpen, ein Schüler Luthers, kommt nach Nienburg und verfasst eine neue Kirchenordnung.


1533  

Umbau des Rathauses. Der Bau muss viel älter sein und geht wenigstens ins 14. Jahrhundert zurück.


Um 1540  

Graf Jobst II. veranlasst, in Nienburg eine Lateinschule zu gründen. Sie ist die älteste weltliche Lateinschule im niedersächsischen Raum.


1582  

Mit Otto VIII. stirbt das Grafengeschlecht von Hoya aus. Beisetzung in St. Martin. Grafschaft und Stadt Nienburg fallen an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Die Zeit der Welfen bricht an.


1625  

Der kaiserliche Feldherr Tilly belagert während des Dreißigjährigen Krieges mit seinem Heer die Festung Nienburg. Er kann sie zunächst nicht einnehmen. Das „wählige Rott“ raubt die kaiserliche Fahne, Zelt und Ausrüstungsgegenstände. Das „wählige Rott“ ist heute noch Bestandteil des ins 13. Jahrhundert zurückreichende Scheibenschießens der Bürgerkompanien.


1627  

Tilly erobert durch Pest und Hunger geschwächte Stadt.


1635  

Schwedische Truppen rücken in die Weserfestung ein.


1662  

Der Liebenauer Zimmermann Albert Buchholz baut die erste „beständige“ hölzerne Weserbrücke, die auf Anordnung des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover (Georg I. von Großbritannien) durch einen steinernen Bau 1714 ersetzt wird. Seit 1903 überspannt eine eiserne Brückenkonstruktion den Fluss.


1757  

Während des Siebenjährigen Krieges besetzen französische Truppen die Stadt.


1803-13  

Napoleonische Soldaten halten sich in Nienburg auf und schleifen 1807-1808 die Festungsanlagen.


1847  

Die Eisenbahnlinie von Hannover nach Bremen wird eingeweiht.


Ab 1854  

Gründung von Industriebetrieben. Das ackerbürgerliche Weserstädtchen wandelt sich zur Industriestadt.


1945  

Besetzung durch alliierte Truppen.


1974  

Eingemeindung von Orten im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform.


1975  

Festwoche anlässlich der 950-Jahrfeier. Festumzug von 6 Kilometer Länge.